Erste Messungen auf der Freiberger Mulde

Am 14. und 21.04.2016 wurden die ersten Fahrten mit dem Messboot auf der Freiberger Mulde durchgeführt. Diese dienten insbesondere dem Erfahrungsgewinn im Umgang mit der vorhandenen Messtechnik sowie der Überprüfung der Befahrbarkeit von flachen Streckenabschnitten. Als Startpunkt der Messfahrt wurde eine Stelle oberhalb der Straßenbrücke in Gleisberg-Marbach gewählt. Das erste Querbauwerk erforderte nach etwa 1,9 km ein Umtragen des Schleppverbandes, welcher aus einem Schlauch- sowie einem Messboot besteht. Unterhalb des Wehres konnte die Fahrt für weitere 1,5 km fortgesetzt werden, bis auf Höhe des Ortseingangs der Stadt Roßwein erneut ein Wehr die Weiterfahrt blockierte. Die Strecke von insgesamt rund 3,4 km reichte zur Gewinnung erster Datensätze aus.

Startpunkt der Messfahrt (Gleisberg-Marbach)

Startpunkt der Messfahrt (Gleisberg-Marbach)

Folgende Messgeräte wurden im Einsatz auf dem Boot getestet:

  • Acoustic Doppler Current Profiler (ADCP) u.a. zur Ermittlung von Gewässertiefe, Fließgeschwindigkeit und -richtung und Ausrichtung des Messbootes
  • Echolot EK15 und NIVUS Ultraschallsensor zur Messung der Gewässertiefe
  • WayCon Laser-Entfernungsmesser zur Bestimmung der Breite des Gewässers
  • S::CAN-Sprektrometriesonde zur Messung der Nitratkonzentration

Durch die Fahrten konnten gute Erkenntnisse gewonnen werden, besonders im Hinblick auf das Verhalten des Bootes an flachen Stellen. Sowohl das Schlauchboot, als auch das Messboot, welches mit einem Schutz für die installierte Messtechnik ausgerüstet wurde, sind sehr robust und überstehen das teilweise Auflaufen und Überfahren von Hindernissen.

Schleppverband im Messeinsatz

Schleppverband im Messeinsatz

Die gewonnenen Messdaten eignen sich für eine erste Bewertung der eingesetzten Technik. Mit dem ADCP können erwartungsgemäß zuverlässige Messungen durchgeführt werden, die ermittelten Wassertiefen korrelieren mit jenen des Echolotes und des Ultraschallsensors. Der verwendete Laser konnte bei einer Messfrequenz von 1 Hz über rund 60 % der befahrenen Strecke Messwerte zur Gewässerbreite liefern. Die Nitratkonzentration konnte mittels der Spektrometriesonde über die gesamte Strecke gemessen werden. Alle Daten müssen nun miteinander verknüpft werden, um Potentiale zur Verbesserung ermitteln und in folgenden Messfahrten umsetzen zu können.

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